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Ausschüsse
23.03.2018
Verkehrausschuss


Workshop zu Verkehrsfragen geplant

Am 22. März 2018 fand die Sitzung des Verkehrsausschusses statt. Ausschussmitglied Michael Schramek erläuterte den Mitgliedern den Sinn von betrieblichem Mobilitätsmanagement, was bei den Mitgliedern auf reges Interesse stieß. Frau Franken von den Stadtwerken Bonn berichtete in ihrem Beitrag über die Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau des ÖPNV. Es stellte sich heraus, dass der ÖPNV kurzfristig und ohne weitere finanzielle Mittel nicht ausgebaut werden kann. Insofern wurde auch klar, dass eine Entlastung beim motorisierten Individualverkehr durch den ÖPNV zur Zeit kaum zu realisieren ist. Anschließend führte der Leiter des Tiefbauamtes, Peter Esch, in das Thema „Kappung des City-Rings“ ein. Eine Fortführung der Kappung sei unumgänglich, weil die Firma Ten Brinke dies bis Ende Mai 2018 beantragt hat. Der Ausschuss machte deutlich, dass eine Bewertung des Tests der geänderten Verkehrsführung erst möglich sei, wenn sowohl die Stadt als auch die IHK entsprechende Fakten gesammelt und interpretiert haben.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden die Großbaustellen thematisiert und die Anforderungen der Wirtschaft an die Koordinierung seitens Straßen.NRW, DB Netz, der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis vorgebracht. Insgesamt ist bei der Wirtschaft der Eindruck entstanden, dass eine tatsächliche Koordinierung gar nicht stattgefunden hat und, dass etliche Entlastungsvorschläge der Wirtschaft nicht berücksichtigt bzw. umgesetzt wurden. Die IHK wird im Laufe des Jahres mit interessierten Mitgliedern einen Workshop durchführen, in dem Maßnahmen diskutiert und erarbeitet werden sollen, die in der aktuellen Verkehrssituation unterstützend wirken können.

Des Weiteren informierten sich die Ausschussmitglieder über die möglicherweise anstehenden Dieselfahrverbote, die vorerst, allerdings noch nicht ausgesprochen worden sind. Die Ausschussmitglieder waren insbesondere an Ausnahmegenehmigungen interessiert. Schließlich wurde auch über das Thema Jobticket für Beschäftigte von Unternehmen mit 50 bis zu 10.000 Beschäftigten gesprochen. Hier gibt es ein großes Potenzial von Mitarbeitern, die gerne ein Jobticket nutzen würden, dies aber nicht könnten, weil ihr Arbeitgeber eine 100%-Abnahme garantieren muss. Hier wird vorgeschlagen, ein Model zu entwickeln, welches diese Potenziale hebt.